Autorenbegegnung erleben Schülerinnen und Schüler der Thüringer Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt- als Gast wird die Autorin Rike Reiniger erwartet

Zeitraum: Mittwoch, 08. Mai 2019 - Mittwoch, 08. Mai 2019 | 09:30 Uhr - 11:30 Uhr

Ort : Thüringer Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt

"Wolfsliebe"

Die TGS am Roten Berg Erfurt führt im Rahmen ihrer Europa-Woche am 08.05.2019 am Lernort Schule zwei Autorenlesungen durch. Dazu haben die pädagogischen Begleiter die Autorin Rike Reiniger eingeladen. Sie stellt der Klassenstufe 5 ihr Kinderbuch "Wolfsliebe" vor und wird dazu auch Auszüge aus dem literarischen Werk vorlesen. Ergänzend bringt die Autorin methodisches Material zur Unterstützung des Rezeptionsprozesses mit. Das Buch eignet sich besonders zum fächerübergreifenden Arbeiten (D/MNT/Eth), da es die Zuwanderung von Wölfen thematisiert. Neben der Förderung der Rezeptions- und Lesekompetenz gibt gerade die Thematik Neugier auslösende Impulse zum Kennenlernen von Ganzlesetexten, vermittelt zudem umfangreiches Wissen zur Tierart und zur Wiederbesiedelung regionaler Areale durch den Wolf. 
Aus der Perspektive der Wölfin Samika erzählt, erfahren die jungen Zuhörer Sachwissen bezüglich des arttypischen Verhaltens von Wölfen, hier auf sehr narrative, poetische und vielseitig beschreibende Weise. Thematisiert wird im übertragenen Sinne die Begegnung mit dem Fremden. Dazu gehen die Kinder mit der Autorin in den altersgerechten Diskurs und stellen Bezüge zur realistischen Berichterstattung in den Medien, aber auch zu eigenen Vorstellungen vom Wolf aus unterschiedlichen sachbezogenen Publikationen sowie aus der Märchenwelt her. Außerdem kann weiterführend auch im MNT- und Ethik-Unterricht auf die Folgen der Arterhaltung eingegangen werden, wenn es zu Kreuzungen von Wild- und Haustieren kommt und daraus Wolfshybriden hervorgehen. Ebenso werden über die Tiergeschichte Liebe, Verantwortung, Vertrauen und Verrat nicht außer Acht gelassen. Die einfühlsame Sprache einschließlich des emotionalen Handelns der tierischen Wesen gibt den „Protagonisten“ etwas zutiefst Menschliches, wodurch eine Verbundenheit, Verständnis und Mitgefühl den Lebewesen gegenüber nicht ausbleibt.

Gefördert durch das TMBJS.