Günter Liebergesell
Günter Liebergesell

37308 Heilbad Heiligenstadt

03606 6525860
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2. Klasse, 3. Klasse, 4. Klasse, 5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse, 11. Klasse, 12. Klasse

Günter Liebergesell ist Jahrgang 1956. Von Beruf war er Krankenpfleger und ist Vater von 5 Kindern. Seit 2020 ist er Rentner. Über 10 Jahre leitete er eine Arbeitsgemeinschaft Zinnfiguren an der Tilmann-Riemenschneider-Schule in Heilbad Heiligenstadt und baute mit den Schülern Dioramen zu geschichtlichen Themen auf. Sein erstes Buch erschien 2004, er schreibt Bücher zu geschichtlichen Themen, Reiseberichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher.

Seine Lesungen hält er in Kindergärten, Grund -und Regelschulen sowie an Gymnasien, bei Vereinen und Selbsthilfegruppen und hat so Zuhörer im Alter von 4 bis 80 Jahren.

Lesungen für alle Klassenstufen, Kindergarten, 1. Klasse, 2. Klasse, 3. Klasse, 4. Klasse, 5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse, 8 Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse, 11. Klasse, 12. Klasse.

Mehr oder weniger fantastisch geht es zu in den spannenden, mal lustigen, mal anrührenden oder nachdenklichen Geschichten über Kinder und größere Leute, alte Damen, Ritter, Tiere, und seltsame Wesen.

Kindergarten bis Grundschule Kinderbuchlesung von "König Kugelbauch"

Ab 5. Klasse bis Gymnasium Lesungen aus „So ein Buch“, „Gönn dir eine Pause“, Forest Fear“, „Der lange Weg nach Amerika“, „Die Glückskinder – Barthold und der Tod in Mainz“ bis zu „Mörderisches Buffet“

  • NA SOWAS Geschichte und Geschichten aus dem Krankenhaus – Erinnerungen eines Krankenpflegers, Selbstverlag 2019
  • König Kugelbauch: Zweites Buch, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2019
  • König Kugelbauch: Erstes Buch, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2018
  • Forest Fear, Anthologie, Undine Verlag 2018, Günter Liebergesell mit „Der Waldgeist“
  • Gönn' dir eine Pause! Anthologie, Undine Verlag 2018, Günter Liebergesell mit „Ein Stempel für den Bären“
  • Von Raufbolden - Fürsten, Grafen und Rittern: Ein kurzweiliger Geschichtseinblick zum Ende des Mittelalters, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2017
  • Mörderisches Buffet - Eichsfeld Anthologie, Undine Verlag 2016
  • Günter Liebergesell mit „Der Tod kommt in der Morgenstunde“
  • Der lange Weg nach Amerika: Die Geschichte einer Auswandererfamilie, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2015
  • So ein Buch: Geschichten zum Zeitvertreib, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2011
  • Die Glückskinder - Barthold und der Tod in Mainz, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2009
  • Geburtstag auf Italienisch, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2007
  • Die Reise der Jungs in den Süden, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2006
  • Die Glückskinder - Der Preis der Macht, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2006
  • Die Glückskinder - Lenas größtes Abenteuer, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2005
  • Die Glückskinder - Spurensuche in vergangener Zeit, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2005
  • Geschichte die ein Stein erzählt oder Wie kam es zur Belagerung Heiligenstadts, Engelsdorfer Verlag Leipzig, 2004

aus „Der Waldgeist“

So berührte Willi Springkraut für Springkraut und die Samen schossen an seinem Kopf vorbei und landeten mal links und mal rechts von ihm, hinter und vor ihm. Jauchzend sprang er ihnen nach, bis er über eine halb verrottete Baumwurzel stolperte. Übermütig trat er kräftig dagegen, sodass die Holzsplitter nur so durch die Luft sausten und mit einem Rascheln im Laub verschwanden.

„Was soll das? Was machst du da? Spinnst du?“, wisperte eine leise, aber zornige Stimme. Willi schrak zusammen und schaute sich vorsichtig um, konnte aber niemanden entdecken. Er holte noch einmal mit seinem rechten Bein aus und wollte gerade die Baumwurzel gänzlich zertreten, als es zischte: „Na, na! Lass das, sonst werde ich böse, du aufgeblasener Tannenzapfen!“ Willi war wie erstarrt, bewegte sich keinen Millimeter. Jemand sprach mit ihm, aber er konnte denjenigen nicht sehen. War das vielleicht sein Bruder?

„Emil? Bist du das?“

„Ich bin nicht Emil, nein, Emil bin ich nicht. Aber du machst mein Haus kaputt, du dicker Tannenzapfen. Lass das!“

 „Wer bist du?“, rief Willi. Sein Herz klopfte wie wild.

„Mach deine Augen auf, dann kannst du mich sehen, du Tannenzapfen mit Augen.“ Willi rieb sich die Augen, öffnete sie ganz weit, dass es aussah als hätte er Froschaugen bekommen, so groß waren sie. Und da, auf dem Waldboden, zwischen alten Blättern und der Baumwurzel stand eine winzige, ganz winzige Gestalt, nicht viel größer als eine Maus. Mit langen spitzen Ohren, einer Knollennase, grüner Haut und einem gewaltigen Rauschebart, viel zu großen Füßen und funkelnden Augen, die aussahen wie glühende Kohlen.

„Wer bist du?“, fragte Willi.

„Ich bin ein Gnom, wie du ja wohl an meiner schönen Nase erkennen kannst.“

„Und was machst du im Wald?“

„Ich bin hier der Chef, und alle haben das zu machen, was ich sage.“

„Es gibt keine Gnome“, widersprach Willi. Der Gnom runzelte seine Augenbrauen. Dieser Junge macht ihn sehr wütend.

„Ich träume doch nur“, fuhr Willi fort. „Und sowieso, ich mache das, was mir gefällt, du grüner Frosch.“

Das war zu viel. So redete man nicht mit einem Gnom und in seinem Reich schon gar nicht. Der Gnom streckte seine Hand ……