Verena Zeltner
Verena Zeltner

07806 Neustadt an der Orla

(036481) 51160
(036481) 5112
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1. Klasse, 2. Klasse, 3. Klasse, 4. Klasse, 5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse, 11. Klasse, 12. Klasse

Verena Zeltner ist von Beruf Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) und seit 2006 freiberufliche Kinder- und Jugendbuchautorin. 1999 erste Veröffentlichungen. 2010 wurde sie mit einem Arbeitsstipendium des TMBWK ausgezeichnet, 2009 und 2012 mit Stipendien der Kulturstiftung Thüringen.

Buchlesungen zu den unterschiedlichsten Themen:

Der Jugendroman "ICEzeit" beschäftigt sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen.

Die Fortsetzungsreihe „Samson und Luise“ führt mit viel Spaß Grundschulkinder auf eine Reise um die halbe Welt.

Märchenhafte Geschichten für Grund- und Vorschüler.

Jeden Monat neu: Kurzgeschichten auf meiner Hompage zum kostenlosen Downladen.

Bücher wie „Baumkind“, „Prinzessin Fledermaus“ oder „Ein Himmel voller Schokolade“ beschäftigen sich mit Umweltproblemen.

Andere Bücher setzen sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinander („Ein Indianer weint doch nicht“ mit dem Thema Analphabetismus, „Kornblumenkinder“ mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte)

Schreibwerkstätten ab 4. Klasse

"299 Tage", Jugendbuch, Thami Verlag, 2020.

"ICEzeit- In den Klauen des weißen Drachen Crystal", Jugendbuch, Thami Verlag 2017

"Tiger e.V." ,Thami Verlag 2017.

„Samson und Luise“, Fortsetzungsreihe, Thami Verlag, 2008 – 2016.

„Kornblumenkinder“, KLAK Verlag Berlin 2015

"Alles ist gut, solang du wild bist", Anthologie "Bis bald im Wald", KLAK Verlag Berlin 2015.

"Kaninchen, Prinzessin & und Co.", E-Book, thami Verlag 2014.

„Ein Indianer weint doch nicht!“(ein Buch, das sich mit dem Thema Analphabetismus auseinandersetzt), Turmhut Verlag, 2012.

"Ein Himmel voller Schokolade" , 2011 Turmhut Verlag, 2013 neu herausgegeben von der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet.

„Kleiner Knopf“ in der Anthologie „Paula in der Aula“ (Hrgs. FBK Thüringen e.V.  Dorise-Verlag, 2010.

„Prinzessin Fledermaus“,Thami Verlag, 2009.

„Weihnachtsgeschichten“, Thami Verlag, 2008.

„Osa reist nach Schweden – Ein Labrador erzählt“, Thami Verlag, 2008.

„Baumkind Traumkind Sternenkind“, Turmhut Verlag, 2006 und 2011..

„Max und Tippitu“, Turmhut Verlag, 2004.

„Lalu – Die Geschichte vom Hexenjungen, der nicht hexen konnte“, Thami Verlag, 2002

„Nelly Goldhaar und das verschwundene Himmelblau“, Thami Verlag, 2000.

„Der Zaubervogel“, Dana Verlag, 1999.

„Lucie und Thami“, „Neues von Lucie und Thami“, Thami Verlag, 1999.

Aus: „299 Tage“:

...Manche Tage sind einfach zum Wegschmeißen. Heute, glaube ich, war so einer, ein total bekackter Tag. Vormittags in der Schule hatte ich ein paar Durchhänger. Ich konnte mich kaum auf etwas konzentrieren, weil mir das Video auf YouTube nicht aus dem Sinn gegangen ist. Schätze mal, dass ich die Physikarbeit verhauen habe. Aber was solls, darüber rege ich mich nicht auf, denn wer braucht das schon. Für mein Leben ist eine gute Note in Physik jedenfalls nicht von großer Bedeutung. Von Bedeutung ist eher, dass ich nach dem gestrigen Vorfall von den anderen nicht mehr gemobbt werde, nicht im Netz und nicht in der Klasse. Habe ich Elli zu verdanken – wie hätte ich mich denn zur Wehr setzen sollen?
Nach dem Unterricht in die Klinik. Die Lindner, hatte ich das Gefühl, war nicht besonders gut drauf. Dabei hab ich mich so abgemüht, und ich hab gedacht, es wär ganz gut gelaufen. Ich hab wirklich fast alle Worte rausgebracht. Sie hätte mich ruhig mal loben können, aber nee. 
Anschließend musste ich zu Frau Doktor Birkner und die Kehlkopfspiegelung über mich ergehen lassen. Na ja, ich hab es so leidlich hinter mich gebracht und gemerkt, dass sie nicht gerade begeistert schien, als sie sich das Ergebnis am Computer angeschaut hat. Dann habe ich ihr meinen Zettel hingelegt. Da stand drauf, dass ich endlich wissen will, wann ich wieder reden kann, dass ich meine Stimme brauche – jetzt, sofort, und nicht irgendwann. Dass mir 225 Tage ohne Sprache reichen, dass das so überhaupt kein Leben ist.
Sie hat mich besorgt angeblickt und auch ein wenig erstaunt, jedenfalls kam es mir so vor. Wahrscheinlich wegen der 225 Tage, weil ich das so genau weiß. Und dann hat sie gesagt, dass der Befund leider unverändert ist, dass sich mein linkes Stimmband nach wie vor nicht bewegt. Ob es auf Dauer gelähmt bleibe, könne sie jetzt noch nicht sagen. Bis zu einem Jahr nach der Operation bestehe die Hoffnung, dass sich das Stimmband regenerieren würde, dass ich dann wieder genau so sprechen und singen kann wie früher, wie vor der OP.
Und wenn nicht, habe ich sie gefragt. Doch da ist sie mir ausgewichen, das habe ich genau gespürt. Einem Jahr Zeit müsse man dem Stimmband schon geben, und dann hat sie etwas von einer Operation gesagt als letzte Möglichkeit, aber dass das jetzt noch nicht in Frage käme.
Warum nicht, wollte ich von ihr wissen. Sind 225 Tage etwa nicht genug? Und wie ist es mit dem Singen? Aber ausgerechnet in dem Moment hatte meine Stimme einen Totalausfall. Sie hat dann gemeint, ich müsse einfach noch etwas Geduld haben, und die Therapie würde erst einmal so weiterlaufen wie bisher.
Ich hab meinen Mund aufgemacht und wollte schreien. Weil das ja nicht ging, hätte ich mir fast irgend etwas geschnappt und auf den Fußboden geschmissen. Damit das nicht passiert, bin ich dann einfach aus dem Zimmer gestürmt. Ich musste durch das Wartezimmer, und die Patienten, die da saßen und warteten, haben mich komisch angeguckt. Wobei, vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet.
Dann war ich endlich draußen, und ich wollte weiter nichts als mit jemanden reden. Oder mich wenigstens per WhatsApp unterhalten. Mit Elli oder meinem Vater. Doch Elli war mit den Zwillingen im Bad, und Unterwasserhandys gibt es noch nicht (sollte vielleicht mal jemand erfinden). Und Papa, das hatte er mir am Morgen erzählt, saß um diese Zeit in einer Gerichtsverhandlung, und da konnte ich ihn unmöglich stören. Oma? Na ja, sich mit ihr am Computer zu unterhalten ist nicht so das Wahre. Wieder einmal hat mir Mama so, so sehr gefehlt.
Eigentlich gibt es ja keinen Tag, an dem ich nicht an sie denke – aber gerade in dem Moment habe sie so sehr vermisst, dass mir alles weh getan hat. Auf einmal hat es angefangen zu regnen und gleichzeitig schien die Sonne. Da hätte eigentlich ein Regenbogen auftauchen müssen. Ich habe zum Himmel hoch gestarrt und gewartet und gewartet. Mama hatte mir mal gesagt, ein Regenbogen würde Glück bringen. Ich habe gedacht, wenn ich einen sehe, wird mein Stimmband wieder funktionieren. Doch obwohl ich mir bald die Augen ausgeguckt und es mir so sehr gewünscht habe, ist kein Regenbogen aufgetaucht. Bedeutet das nun, dass ich nicht wieder reden lerne? Dass ich vielleicht für immer stumm bleibe und nie wieder singen kann? Ich glaube, dann will ich gar nicht mehr leben.
Ein Jahr hätte mein gelähmtes Stimmband Zeit, wieder zu funktionieren, hat Frau Doktor Birkner gesagt. Ein Jahr hat 365 Tage. Auch ohne Taschenrechner kann ich ausrechnen, dass bis zu einem Jahr noch 140 Tage fehlen. Das halte ich nicht aus.
Ich bin dann nach Hause gegangen und habe auf Papa gewartet. Doch gerade als ich dachte, dass er nun jeden Moment kommen würde, hat er mir eine Nachricht geschickt – dass er sich auf der Baustelle mit Katharina und dem Heizungsbauer trifft und es deshalb später wird.
Und nun sitze ich hier und warte immer noch. Elli habe ich eine Nachricht geschickt, doch sie hat mir noch nicht geantwortet. Und was ich keinem erzählen kann, weil ich eben überhaupt nichts erzählen kann, habe ich jetzt in mein Tagebuch geschrieben und tatsächlich ein bisschen geheult dabei. Obwohl ich das gar nicht wollte, und jetzt haben die Seiten ein paar Wasserflecke. Tränenflecke.
Ich bin irgendwie total fertig und eine richtige Heulsuse. Hätte ich mich doch bloß nicht operieren lassen! Diese OP hat mir alles kaputt gemacht. Ich fühle mich wie ein kleiner, aus dem Nest gefallener Vogel und so, als würde ich langsam in einem tiefen schwarzen Loch versinken, aus dem ich nicht mehr rauskomme.
Das kleine Käuzchen habe ich damals gerettet. Wer rettet mich?

Aus: „Tiger e. V.“:

… Drei Tage später traf ich das Zopfmädchen auf dem Reiterhof wieder. Sie nahm nicht etwa Reitstunden wie ich, sondern half beim Ausmisten der Boxen. Ich wunderte mich, denn das war keine leichte Arbeit, und sie war so dünn wie ein Ofenrohr.

Ich ging auf sie zu und fragte: „Was machst du denn hier?“

Das Mädchen wandte sich zu mir um. Ich sah, dass ihre Augen sehr grün waren, dass sie an die hundert Sommersprossen im Gesicht hatte und dass ihr Schweißtropfen auf der Stirn standen. Dabei war es alles andere als warm.

„Siehst du doch, ich miste aus“, antwortete sie und setzte mit einem schrägen Lächeln hinzu: „Arbeit schändet nicht – aber was versteht so einer wie du schon davon! Du siehst nicht so aus, als ob du ’ne Mistgabel in die Hand nehmen würdest – also verpiss dich!“ „Stimmt, ich habe nicht vor, hier auszumisten. Aber anstatt mich dumm vollzulabern, könntest du dich wenigstens bei mir entschuldigen.“

„Ich mich entschuldigen? Du spinnst wohl, wofür denn?“ …

 19.09. 2019 Lesung für Schülerinnen und Schüler der Staatliche Geschwister-Scholl-Schule Bad Blankenburg

Drogenkonsum, Abhängigkeit und Auswirkungen auf das Umfeld

Die Veranstaltung zeigte sich als überaus praxisnahe und bewegend für alle Teilnehmenden. Zunächst wurde ein umfassender Einblick in den Plot und emotionalen Hintergrund der einzelnen Figuren durch die Autorin gegeben, auf ausgewählte Szenen wurde genauer eingegangen, um die Teilnehmenden emotional auf die Lebenswirklichkeit eines Jugendlichen einzustimmen, dessen Mutter Drogen konsumiert. Den Teilnehmenden haben vielseitige Facetten der negativen Auswirkungen des Drogenkonsums kennengelernt. So haben sie sowohl erfahren, dass enge Bezugspersonen ein Anker in schweren Zeiten sein können, als auch nachempfinden können, wie aufopferungsvoll Geschwisterliebe sein kann. Außerdem wurde das Thema Verantwortung für sein eigenes Handeln auch unter Einfluss von Drogen besonders herausgestellt.

Für die Teilnehmenden hat sich eine abgerundete Thematik umfassend erschlossen.
Die Zuhörer haben der Veranstaltung mit voller Aufmerksamkeit verfolgt. Man konnte in den Reaktionen ablesen, dass die Zuhörer betroffen und ergriffen waren. Der Ernst der Thematik wurde vollkommen erfasst.
Die Schüler hatten aufgrund der zahlreichen interessierten Fragen im Anschluss der Lesung, wenig Gelegenheit ihre Begeisterung für das Buch kund zu tun. Sie haben aber mitgeteilt, dass sie unbedingt das Ende des Buches erfahren wollen und haben ihre Freude auf die kommenden Deutschstunden, in denen das Buch ausgegeben wird, geäußert. Besonders gefallen hat, dass die Autorin ganz offen auf Fragen antwortete und die Lesung mit einem Cliffhanger (Sie ließ das Ende des Buches offen) beendete. Die Autorin hat bewiesen, dass eine umfangreiche Recherche während des Schreibens stattgefunden hat. Sie überzeugte mit ihrem Wissen bei Fragen der Zuhörer. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es keine Verbesserungsvorschläge.


29.04. 2019 und 30.04.2019 Lesungen für Schülerinnen und Schüler der Grundschule Tanna

"Nelly Goldhaar und das verschwundene Himmelblau" "Samson und Luise - Die Reise nach Afrika" "Lalu - Die Geschichte vom Hexenjungen, der nicht hexen konnte" "Tiger e.V." Unsere Schulaula gab den Buchlesungen einen besonderen Rahmen. Die Schüler hörten interessiert zu und konnten nach den Lesungen Fragen stellen. Der Ablauf der Veranstaltung kann als gelungen bewertet werden. Es wurde jeweils ein Buch vorgestellt und die Zuhörer konnten durch die Anmoderation des Buches eine Vorfreude entwickeln. Die dann folgenden Buchauszüge haben den Kindern gefallen und ließen Raum für eigene Gedanken.

O-Töne der Kinder /Jugendliche zu der Veranstaltung:

 "Das ist eine Schriftstellerin. Die hat das Buch selbst geschrieben."

"Das Bild von Nelly Goldhaar finde ich toll."

"Wenn die Sonne nicht mehr scheint, ist das wie Krieg."

Das Absprachen und organisatorische Planungen umgesetzt und in der Anmoderation die Kinder gut motiviert wurden, hat besonders gefallen.


11. April  2018, Lesung "ICEzeit: In den Klauen des weißen Drachen Crystal", Stadtbibliothek Neustadt an der Orla

Es war eine sehr gute und gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten. Mit dem emotional aufwühlenden Buch thematisiert Verena Zeltner sehr sensibel und eindringlich anhand des Zerfalls einer Familie die Folgen der Drogensucht, die Auswirkungen von Crystal Meth, dem weit-verbreitetsten illegalen Rauschmittel, dessen Konsum in Thüringen weiter zunimmt.
Eine gute Balance zwischen Lesen und Erzählen. Die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen, wurde genutzt. Die Zuhörer, überwiegend Jugendliche, erlebten die Veranstaltung sehr aufmerksam und waren emotional berührt. Die Möglichkeit, mit der Schriftstellerin ins Gespräch zu kommen, wurden genutzt, Fragen gestellt. Die einfühlsame Art und Weise der Darbietung hat besonders gefallen.


27. November 2017, Lesung "ICEzeit: In den Klauen des weißen Drachen Crystal", Stadtbibliothek Triptis
In diesem Buch geht es um die Droge Crystal. Verena Zentner schildert eindringlich, wie sich Menschen bei Einnahme von Crystal verändern. Alle Teilnehmer hörten gespannt zu und stellten im Anschluss Fragen an die Autorin.

23. September 2017, Lesung "Prinzessin Fledermaus", Dorfgemeinschaftshaus Andisleben
Frau Zeltner las aus ihrem Buch "Prinzessin Fledermaus". Sie erklärte den Kindern die Geschichte und gab Informationen zum Tier Fledermaus. Des Weiteren beantwortete sie die Fragen der Kinder, gab einen Einblick in ihre Arbeit. Es war eine gelungene, interessante und schöne Buchlesung.