Poetry Slam Workshops zur Förderung des kulturellen Austauschs

Sachbericht für die Veranstaltungen innerhalb des Projektes „Meine Sprache, deine Sprache“

Organisatorisches und Ablauf

In der Zeit vom 2.10.2019 bis zum 5.10.2019 fanden in Erfurt die Internationalen Deutschsprachigen U20 Poetry Slam Meisterschaft statt, die als Literaturfestival weit mehr bieten sollten als nur reinen Textvortrag und die Ermittlung der neuen deutschsprachigen Meisterin. Innerhalb dieses Literaturfestivals wurden Workshops zu unterschiedlichen Themen in Bezug auf Literatur durchgeführt. Diese Workshops waren natürlich offen für alle interessierten Jugendlichen, vor allem partizipierten jedoch die Teilnehmenden der Meisterschaften selbst. Somit war das Alter der Teilnehmenden zwischen 14 bis 20 Jahre und die Herkunftsländer waren unter anderem: Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Deutschland.Diese Workshops waren Folgende:

2.10.2019

An diesem Tag fand ein Workshop zum Thema „Empowerment“ im Predigerkeller Erfurt statt. Geleitet wurde dieser Workshop von der Poetry Slammerin Yasmin Hafedh. Hierbei ging es um den Aufbau von Selbstvertrauen, den Umgang mit Stresssituationen und Wettkampfsituationen und natürlich auch um Gender-Themen im Allgemeinen, wodurch nicht nur die Rolle der Frau, sondern des allgemeinen Geschlechts und dessen Vorurteile in Texten und bei Auftritten thematisiert wurde.

3.10.2019

An diesem Tag fand ein Workshop zum Thema „Kreatives Schreiben“ im Konferenzraum des IBIS Hotels Erfurt Altstadt statt. Geleitet wurde dieser Workshop vom amtierenden deutschsprachigen Poetry Slam Meister Friedrich Hermann. Hierbei ging es um die Textproduktion selbst. Wie werden Ideen gefunden, was können Inspirationen sein, wie strukturiert man Texte und wie schreibt man sie dann auf? Natürlich vor allem in Hinblick auf den Vortragscharakter, den der Poetry Slam mit sich bringt.

4.10.2019

An diesem Tag fand ein Workshop zum Thema „Rhetorik und Stimmtraining“ im Kapitelsaal des Klosters der evangelischen Predigergemeinde statt. Geleitet wurde dieser Workshop vom Moderator und Organisator Johannes Elster, welcher in der deutschsprachigen Poetry Slam Szene sehr viel Einfluss besitzt, da er diese maßgeblich mit aufbaute und strukturierte. Hierbei ging es um Präsentations- und Moderationsformen. Zudem wurden Artikulationsübungen durchgeführt und die richtige Vortragsart auf der Bühne besprochen.


Bewertung der Workshops und Begründung der erfolgreichen Durchführung

Die Workshops waren aufgrund unterschiedlicher Aspekte erfolgreich. Zum einen gab es einen kulturellen Austausch zwischen Teilnehmenden unterschiedlichster Herkunft. Selbstverständlich waren die Workshops offen, jedoch nahmen zum größten Teil die Literaturfestivalteilnehmenden teil. Somit kamen die Teilnehmenden (mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen) aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Deutschland. Die Workshops konnten aktiv an der Herabsenkung von Sprachbarrieren arbeiten und es gab einen interkulturellen Austausch. Zum anderen wurden mit den Workshops Lese- und Schreibförderungen vorangetrieben. Die Teilnehmerzahl war meistens auf 20 bis 25 Personen beschränkt, um einen guten Ablauf der Workshops zu gewährleisten. Die allgemeine Resonanz war sehr gut und es meldeten sich meistens mehr Teilnehmende an, als Plätze existierten. Nicht nur die Workshops an sich waren erfolgreich, sondern auch nachhaltig. Es wurden bewusst Themen gewählt, die allgemeingültig sind und nicht nur auf die Meisterschaft beschränkt. Hierdurch können die Teilnehmenden ihr erworbenes Wissen sehr gut in späteren Situationen gebrauchen und es gab Tipps und Erläuterungen zu Themen, die für kreative Jugendliche wichtig sind. Insgesamt erreichten die Workshops somit ihre Ziele: Sprachbarrieren abbauen, kulturelle Unterschiede verringern, Lese- und Schreibfähigkeiten fördern und Empowerment aufbauen.