Romina W. Nikolic
Romina W. Nikolic

Jena

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8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse, 11. Klasse, 12. Klasse

Biografisches

Geboren 1985 in Suhl, aufgewachsen in Schönbrunn/Thüringen. Lebt in Jena. 2004-2010. Studium der Germanistischen und Amerikanistischen Literaturwissenschaft und Philosophie in Jena. Seit 2009 Projektarbeit für literarische Veranstaltungen, Veranstaltungsreihen und Workshops in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Thüringen e. V. (Weimar) und dem Lese-Zeichen e. V. (Jena) mit Schwerpunkt auf literarischer Nachwuchsförderung, -vorstellung und -vernetzung. Tätigkeit als freie Lektorin, Texterin und Lyrikerin. Derzeit Arbeit an Promotion zum Werk Paulus Böhmers an der TU Braunschweig.

Auszeichnungen

Arbeitsstipendium des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2013

Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena, 2012

Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen, 2009 und 2011.

Bibliographie

Literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. Palmbaum – Literarisches Journal, L. Der Literaturbote, Zeichen & Wunder, Jahrbuch der Lyrik. 2010 erscheine Debütband „hemma“ bei der Literarischen Gesellschaft Weimar

Mitherausgeberschaft, u.a.:

Lautschrift Heft. Texte zur Lesereihe, Jena 2009-2013.

Romina Nikoli?/Jan Röhnert: (Hg.): „Dem Meister des langen Atems.“ Paulus Böhmer zu Ehren. Frankfurt/M.: Edition Faust 2016.

Romina Nikoli?/Germaine Bierbaum: Radiance. A Fannibal Anthology. Jena/Bremen: 2017. (im Druck)

 

Themenangebot

Lesungen und literarische Werkstätten zu Prosa (auch Fan-Fiction) und Lyrik ab Klassenstufe 8.

Leseprobe

Einen Steinpilz, eine Taubenklaue

als Konrad gehäutet wurde

legte Martin mir einen Steinpilz

auf die Fensterbank, eine Taubenklaue

eine halbe Tube Putzi ließ er mir da

als Martin verschwand

aß ich die Zahnpasta

allein in meinem Schrank

 

 

Ljubicas Klage

hängt über dem Friedhof – Srce moje! Srce moje!

Mit der feuchten Erde fällt sie schwer auf den Sarg.

Mara wird zum Bodenschatz wie meine Erna im Wald.

Nach dem Begräbnis fuhr der Frost in den Boden,

jetzt ist fast Mai und – Srce moje! –

auf einem Stuhl neben dem Grab weint Ljubica

und weint und weint, und später sagt Marina,

Ljubica habe nun wirklich ein Auge verloren.

 

 

Klinge

Still und stumm hieß auch dieser Tag

entlang der Strecke ins Unterland

zwischen morschen Schwellen

Buschwindröschen und rostige Nägel

eine Plane, zerfetzt im Gebüsch

ein kraftloses Gespenst, die Hortfrau

führt die Mädchen zur Klinge