Hansi von Märchenborn
Hansi von Märchenborn

07646 Trockenborn Wolfersdorf

(036428) 61493
(036428) 61493
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maerchenborn.de
Kindergarten, 1. Klasse, 2. Klasse, 3. Klasse, 4.Klasse, 5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse

Biografisches

Geboren 1953 in Jena, Abitur in Pößneck, Thüringen, 1971. Von 1971-1976 Physikstudium mit Abschluss als Diplomphysiker. Von 1975-1978 Mitglied der Rockgruppe "Rhythmix". 1976-1987 Arbeit im Forschungszentrum Carl Zeiss Jena. Von 1978 bis 1989 Mitglied im Experimentellen Theater "Die Treppe" in Jena. 1987-1997 im FSU Jena, Abteilung für Elektronenmikroskopie. Seit 1998 freiberuflich als Märchenerzähler tätig.

Bibliographie

Veröffentlichung von Kinderhörspielen:

„Glasberg und Hirsekorn“ in „Mehrfachbelichtung“  Rumänische Erkundungen, Herausgegeben vom Lese-Zeichen e.V., Jena 2011.

"Der Quarkfrosch", Anthologie "Paula in der Aula", Hrsg. FBK für Thüringen e.V., dorise-Verlag 2010.

"Durch das Jahr mit Karlchen und Häschen", 2009.

"Märchenlieder", Lieder-CD, 2006.

"Karlchen und Häschen – Auf Schatzsuche", 2002.

"Karlchen und Häschen – Auf Weltreise", 1999.

"Karlchen und Häschen – Winter in Igelhausen", 7 Einschlafgeschichten, 1998.

Themenangebot

Thema: Märchen und Sagen

Theaterworkshop: "Wir spielen ein Märchen"; Erarbeitung einer Theaterfassung eines Märchens. Dauer: ca. 4 Schulstunden, Teilnehmerzahl: 20 Schüler der Grundschule oder eines Schulhortes.

 

Leseprobe

Der Quarkfrosch

Es war einmal ein Samstagmorgen, an dem hat sich eine seltsame Geschichte zugetragen.

Karlchen und Häschen saßen am Frühstückstisch, und draußen begann es zu regnen.

„Was machen wir denn nun? Eine Fahrradtour ist sicher nicht die beste Idee für heute.“

„Ach, ich denke es wird bald wieder aufhören zu regnen und bis dahin essen wir noch einen Fruchtquark“, sagte Häschen.

Als Karlchen seinen Becher öffnete, sprang mit einem riesigen Satz ein seltsames Wesen heraus. Es landete in der Mitte des Tisches und schüttelte sich erleichtert den Quark von der Haut.

„Puh, war das kalt in dem Kühlschrank, beinahe wäre ich ja in eine Winterstarre gefallen.“

Ein quarkverschmierter Frosch saß in der Mitte des Tisches und rieb sich seine Augen.

„Wo bin ich denn jetzt wieder gelandet? Ist ja spannend, ich wusste gar nicht, dass Igel Fruchtquark essen, und Hasen hab' ich bis jetzt für reine Möhrenfresser gehalten. Aber man lernt immer wieder etwas dazu.“

Der Frosch hüpfte auf Karlchens Teller, schaute ihn mit großen Augen an und sprang dann mit einem Riesensatz weiter auf Häschens Teller und schaute auch ihn an.

„Sagt mal, träume ich, oder seid ihr tatsächlich Karlchen und Häschen?“

„ Ich weiß auch nicht so recht, wer hier träumt“, sagte da Karlchen, nachdem er sich von dem ersten Schreck erholt hatte. „Wir sind Karlchen und Häschen, aber wer um Himmels Willen bist denn du?“

„Ich, na das seht ihr doch, ich bin ein Quarkfrosch, quak quak.“

„Ein Quarkfrosch? Was ist denn ein Quarkfrosch?“

„Ein Quarkfrosch ist ein Frosch, der in Quarkbechern lebt.“

„In Quarkbechern leben Frösche?“

„Na ja, nicht in jedem, aber es soll außer mir schon noch einige geben.“

„Aber ist das nicht ziemlich gefährlich in einem Quarkbecher zu leben?“, fragte Häschen interessiert.

„Ein bisschen schon, aber Quarkfrösche lieben die Gefahr. Eigentlich gibt es nur einen gefährlichen Moment, und das ist der Sprung aus dem Becher, wenn er geöffnet wird. Verpasst man den richtigen Zeitpunkt, kann man schon mal verschluckt werden. Ein anderes Problem sind heiße Kaffee- oder Kakaotassen. Daran hat sich schon mancher Quarkfrosch verbrüht. Auf der anderen Seite ist es immer wieder sehr spannend, wer gerade wo den Quarkbecher öffnet. Und heute ist wieder so ein Tag des absoluten Zufalls.“

„Wieso denn?“, fragten Karlchen und Häschen.

„Na, weil ich einst einmal auf dem Tisch von Hansi von Märchenborn gelandet bin. Leider bin ich beim Herausspringen in einem Senfglas gelandet, so dass er mich beinahe mit einem Senffrosch verwechselt hätte.“

„Gibt es denn auch Senffrösche?“

„Na klar, sogar Ketchupfrösche, Joghurtfrösche und Majonaisefrösche habe ich schon kennen gelernt. Ein Senffrosch hat es aber nicht so gut wie ein Quarkfrosch, denn er wird viel seltener von schönen Prinzessinnen geküsst. Die denken nämlich immer noch, wir seien verwunschene Prinzen, was aber nicht stimmt. Hansi von Märchenborn jedenfalls hat dann schnell gemerkt, dass ich ein Quarkfrosch bin und hat mir ganz viel von euch erzählt. So ein Zufall, jetzt sitze ich bei euch in der Küche, und ihr seid tatsächlich so lustige Gesellen, wie er erzählt hat.“

„Danke für das Kompliment, ich hätte da aber noch eine Frage.“

„Nur zu, nur zu.“

„Wie kommst du eigentlich in den Quarkbecher?“, fragte Karlchen den Quarkfrosch.

„Ach, das ist ein bisschen traurig und kam so: Als das Wasser in den Bächen und Teichen immer schmutziger wurde, und uns auch niemand mehr quaken hören wollte, da haben wir uns aufgemacht, eine neue Heimat zu suchen. Wir kamen an einer Molkerei vorbei, wo einer unserer Freunde aus Versehen in einen Quarkbecher fiel. Wir dachten schon, er sei tot, aber nach drei Tagen war er wieder da und erzählte, dass er bei ganz lieben Kindern auf dem Frühstückstisch gelandet war. Ja, Quarkbecher würden auch mit in den Kindergarten, die Schule und den Urlaub genommen. Und so sprang er erneut in einen Quarkbecher. Inzwischen haben wir alle Gefallen an dieser Art zu leben gefunden und springen in die Quarkbecher. Ich werde euch auch wieder verlassen und zurück in die Molkerei gehen, um wieder woandershin zu gelangen. Es ist einfach sehr aufregend. An alle Leser dieser Geschichte habe ich allerdings noch eine Bitte: Seid so nett und rührt den Quarkbecher erst um, damit ich genügend Zeit zum Wegspringen habe. Und bitte, bitte keine kochend heißen Tassen, Töpfe oder Suppenteller neben den Quarkbecher stellen und zuletzt noch: Messer und Gabeln mit der scharfen Seite nach unten legen! Das war's! Danke bis zum nächsten Quark...quak, quak, quak,“ und weg war er.

Feedback

3. Dezember 2017, Märchen zur Weihnachtszeit, Bibliothek Marksuhl
Im Wald „Märchenborn“ leben Igel Karlchen und Häschen. Eines Tages beobachten sie ein Waldmonster beim Bauen einer Falle für den Weihnachtsmann. Häschen und Igel müssen handeln, um zu verhindern, dass der Weihnachtsmann in die Falle geht und die Kinder zu Weihnachten keine Geschenke bekommen.
Hansi von Märchenborn bot ein unterhaltsames Programm, das mit vielen Liedern gespickt war, die die Kinder mitsingen konnten. Den Kindern hat es gefallen, dass sie mit einbezogen wurden und sie waren musikalisch überzeugt.

30. November 2017, "Weihnachtliche Märchenstunde" und "Märchenhafte Weltreise", Grundschule "Am Rusteberg" in Rustenfelde
Der Autor war freundlich und den Kindern gegenüber aufgeschlossen. Das Programm für die 1. und 2. Klassen war passend und lud zum Mitsingen ein.
Das Programm für die 3. und 4. Klassen war ok. Die Kinder hatten klassische Märchen erwartet und waren überrascht.

30. Mai 2017, Musik "Ei-ei-ei, das gibt's doch nicht", Kindergarten "Farbenklex" Triptis
Anlässlich des 30. Geburtstages der Kita "Farbenklex" in Triptis wurde eine große Festwoche gefeiert. Eingeladen wurde dazu Hans von Märchenborn, der mit den Kindern und anderen Gästen musizierte. Es machte allen viel Spaß und am Ende waren sich alle einig: Das war eine wunderschöne und gut gelungene Veranstaltung!