Peter Drescher
Peter Drescher

36469 Tiefenort

(03695) 825637
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5. Klasse, 6. Klasse, 7. Klasse, 8. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse, 11. Klasse, 12. Klasse

Biografisches

Wurde 1946 im Sudetenland geboren und wuchs im Brandenburger Kohlenpott auf. Berufsausbildung mit Abitur, erlernte den Beruf eines Buchhändlers, absolvierte einen langjährigen Büroaufenthalt in einem "volkseigenen Braunkohlenkombinat". Über Jahre als Leiter einer buchhändlerischen Einrichtung tätig. Das erstes Buch erschien 1979 in der Evangelischen Verlagsanstalt Berlin (EVA) - in der atheistischen Republik fast frevelhaft. Mitglied des VS.

Auszeichnungen

Albert-Schweitzer-Preis

Jugendliteraturpreis der Stadt Ellwangen, 1999.

Bibliographie

"Team XXZ7 gibt nicht auf", Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2017.

"Hirngespinste: Die Sache mit dem Kopf und was da alles so dran hing", NORA Verlag 2016.

"Leuchtturm", dorise-verlag 2014.

"Rhön-Paulus und der Sohn des Hofkapellmeisters", Bad Langensalza 2012

"Wurzeln schlagen", Edition Winterwork Grimma, 2010.

"Paradies mit Linden", Turmhut-Verlag Mellrichstadt, 2007.

"Aus! Vorbei!", Machtwortverlag Dessau, 2006.

"Parole schwarzes Gold", Kinderbuch, Schkeuditzer Buchverlag Schkeuditz, 2003.

"Die Mühle am Ogowe", Verlag Die Scheune Dresden, 2003.

Siegerbeitrag des Ellwanger Jugendliteraturpreises in der Anthologie "Wo ist meine Welt", 1999.

"Sieger im Abseits", Tiger-Verlag Greven, 1993.

"Der Wunschbriefkasten", Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1990.

"Halbe Portion", Verlag Neues Leben Berlin, 1987.

"Montag fange ich wieder an", Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1986.

"Birkenhof", Wartburg Verlag Jena, 1982.

"Auf der Suche", Kurzgeschichten, Wartburg Verlag Jena, 1981.

Kinderhörspiel beim MDR und zahlreiche Beiträge in Anthologien und Zeitschriften.

Themenangebot

Packendes bis Tiefsinniges in Lesungen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene. Problemen behinderter junger Menschen und Aspekten wie Harmoniesuche, Leidenserfahrung und Heimatliebe wird Raum gegeben.

Leseprobe

"Team XXZ7 gibt nicht auf"

"Oben wird ein Zaunfeld vor den Kellereingang geschoben. Bums! Das ist ja unheimlich. Ich lehne mich an die kühle, aus großen Steinen gefügte Kellerwand. Die Taschenlampe verlischt, ich höre nur Atemgeräusche. Ein Feuerzeug flammt auf, der Direktor massiert sein Schienbein, schiebt mit einem Ruck aus den Schultern heraus ein Regal zur Seite, ragt wie ein Fels auf. Ich angle nach der Taschenlampe, knipse sie an. Jule hat ihre schriftlichen Notizen zu einer Papierrolle gewurstelt und sitzt wie ein verängstigtes Vögelchen in der Ecke. Weste hat sich hinter einen windschiefen Schrank am Eingang verkrochen. Und der dünne Tim, dessen abstehende Ohren mir ausgerechnet jetzt auffallen, kauert in der anderen Ecke, neben einem Haufen Kartoffeln, die fürchterlich stinken. Ab und zu fummelt er an seiner Nase herum. Der Direktor kommt auf mich zu, sieht mich böse an, hebt den Arm und..., will er mir eine kleben?"

 

Weste greift nach der Taschenlampe und schwenkt sie hin und her. Wie ein Lehrer beginnt er laut und deutlich zu reden. "Alles wird kaputt gemacht, alles. Wir wollen mit Ihnen, Herr Direktor, eine Aussprache führen." Weste schnieft. "Sie müssen was unternehmen." Bei der Anrede 'Direktor' hat der Direktor angefangen, schallend zu lachen. Da kenne sich einer aus.